Baden & Löffeln
Diese Seite teilt meine persönlichen Erfahrungen mit der Methode von Baden und Löffeln. Ich dokumentiere, welche kleinen Schritte mir Freude und Fortschritte in meinem Alltag gebracht haben.
Basenbaden – meine persönliche Erfahrung
Schon seit vielen Jahren begleitet mich das Thema Spastik im Alltag – körperlich und emotional. Basenbaden und die Methode des „Baden und Löffeln“ wurden für mich nicht über Nacht zur Lösung, sondern zu einem Weg, der mir wieder Raum für Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und kleine Alltagsfortschritte gegeben hat. In diesem Erfahrungsbericht teile ich, wie dieser Prozess für mich aussah, was sich konkret verändert hat und welche kleinen Siege meinen Alltag heute anders machen.



Wie ich mir mein Leben Schritt für Schritt zurückholte
Dreißig Jahre Schmerz.
Eine halbseitige Lähmung.
Und die lange Suche nach einem Weg, der mich nicht noch abhängiger macht.
Mein Durchbruch kam nicht durch Medikamente. Er kam leise.
Durch Baden und Löffeln.
Was zunächst unscheinbar wirkte, wurde für mich zu einer tiefen Erfahrung. Diese einfache, konsequente Methode gab meinem Körper – und meinem Gehirn – die Möglichkeit, wieder miteinander in Kontakt zu treten. Nicht auf Knopfdruck, sondern langsam. Ehrlich. Spürbar.
Heute schäle ich meine Kartoffeln selbst.
Ich schenke mir ein Glas Wasser ein.
Ich spüre meinen Fuß.
Das klingt klein.
Für mich ist es alles.
Der lange Weg davor
Über viele Jahre war mein Körper mein größter Gegner. Die halbseitige Lähmung nach einem Hirnschaden bestimmte meinen Alltag. Dinge, die für andere selbstverständlich sind – Treppen steigen, Gleichgewicht halten, ein Glas sicher tragen – waren für mich tägliche Herausforderungen.
Die Schmerzen waren oft so stark, dass ich an meine Grenzen kam. Medikamente verschafften manchmal eine Pause, aber keine echte Lösung. Ich wollte nicht nur Symptome dämpfen – ich wollte mein Leben zurück.
Der Wendepunkt
Es war keine Wunderpille.
Es war keine schnelle Lösung.
Es war die Entscheidung, einen neuen Weg konsequent zu gehen: Baden und Löffeln.
Regelmäßig. Geduldig. Ohne Erwartungsdruck.
Diese Praxis gab mir nicht nur schrittweise mehr Kontrolle über meinen Körper – sie gab mir wieder ein Gefühl von Selbstwirksamkeit. Ich begann, Veränderungen wahrzunehmen. Nicht spektakulär, aber beständig.
Was sich für mich verändert hat
Heute kann ich Dinge, die ich über Jahrzehnte vermisst habe:
eine Kartoffel alleine schälen – pure Lebensfreude
mir selbst ein Glas Wasser einschenken
mein Fußgelenk gezielt bewegen und wirklich spüren
Jede dieser Fähigkeiten ist ein kleiner Sieg. Und zusammen ergeben sie etwas Großes: Freiheit im Alltag.
Was ich aus diesem Weg gelernt habe
Dieser Weg hat mich gelehrt, dass selbst aus tiefster Erschöpfung neue Stärke wachsen kann.
Meine halbseitige Spastik wurde für mich zu einer Viertelspastik.
Aus Ohnmacht wurde Handlungsspielraum.
Aus Schmerz wuchs ein neues Verständnis für die kleinen, großen Siege des Lebens.
Meine Erfahrung ist heute meine Motivation. Nicht, um etwas zu versprechen – sondern um zu zeigen, dass Veränderung möglich sein kann. Auch dann, wenn Berichte, Diagnosen oder Prognosen etwas anderes sagen.
Heute
Dieser Text erzählt von Schmerz, Abhängigkeit und Verzweiflung.
Aber vor allem erzählt er von einem Wendepunkt.
Von einem langsamen, oft herausfordernden Weg zurück ins Leben.
Geführt von Geduld, Übung und einer tiefen Sehnsucht nach Freiheit.
Und am Ende steht für mich nicht nur eine Veränderung von Symptomen,
sondern die Rückkehr der Lebensfreude –
und ein neues, bewussteres Ich.
Vielleicht ist es auch für dich ein Anfang
Manchmal braucht es keinen großen Plan.
Keine neue Methode.
Kein weiteres „Du musst“.
Manchmal reicht ein Raum, in dem der Körper loslassen darf.
Ein Moment ohne Ziel. Ohne Leistung. Ohne Erwartung.
Das Baden wurde für mich zu genau so einem Raum.
Nicht als Lösung – sondern als Möglichkeit.
Vielleicht findest du darin nichts.
Vielleicht findest du etwas anderes als ich.
Und vielleicht ist genau das der Anfang von etwas Eigenem.

Häufig gestellte Fragen
Hier finden Sie Antworten zu häufigen Fragen über Janas Methoden und deren Erfahrungen.
Für wen ist „Baden & Löffeln“ überhaupt interessant?
Wenn du mit Spastiken, Hemiparese oder einer hohen Grundspannung lebst und nach einem sanften, alltagstauglichen Weg suchst, deinen Körper besser wahrzunehmen, kann dich meine Erfahrung inspirieren. Ich gebe keine Empfehlung – ich teile nur, was mir persönlich geholfen hat.
Wie oft hast du gebadet – und wie lange?
Das ist sehr individuell, deshalb mache ich hier keine pauschalen Angaben. Für mich war Regelmäßigkeit wichtiger als „perfekt“. Wenn du möchtest, ruf mich gern an oder schreib mir, dann erzähle ich dir persönlich, wie ich es für mich aufgebaut habe und worauf ich geachtet habe.
Was bedeutet „Löffeln“ genau – und woher kommt diese Methode?
Das Löffeln basiert auf der Arbeit von Angie Holzschuh und ist unter anderem aus ihren Büchern – insbesondere Endlich schmerzfrei – bekannt.
Beigebracht wurde mir diese Methode von Patrick über den Holistischen Verein für basisches Baden, der dazu einen guten Workshop angeboten hat.
Für mich ist Löffeln keine Technik im klassischen Sinn, sondern eine einfache, wiederholbare Praxis, die Wahrnehmung und Ansteuerung unterstützt. Konkrete Details teile ich bewusst lieber persönlich, damit sie nicht falsch verstanden oder unreflektiert übernommen werden.
Wann hast du erste Veränderungen gespürt?
Das Faszinierende war: bereits am ersten Tag des Badens.
Im November 2024, nach mehreren Stunden basischem Baden, konnte ich plötzlich meine Hand besser und weiter heben und meine Faust leichter öffnen – etwas, das vorher nicht möglich war. Ich war spürbar flexibler und beweglicher.
Dieser Moment war für mich der Wendepunkt. Nicht als Versprechen, sondern als klares inneres Signal: Hier passiert etwas.
Kann Basenbaden Spastik „heilen“?
Nein – das kann und will ich nicht behaupten. Ich teile keine Heilversprechen.
Ich kann nur sagen: Für mich hat sich der Alltag verändert, Spannungen wurden ruhiger und Bewegungen zugänglicher. Wie dein Körper reagiert, kann ganz anders sein.
Gibt es Risiken oder Dinge, auf die man achten sollte?
Ja – und genau deshalb ist mir wichtig: Bitte sprich bei gesundheitlichen Fragen mit einer Fachperson.
Kreislauf, Haut, Vorerkrankungen oder individuelle Belastbarkeit können eine Rolle spielen.
Wenn du unsicher bist, melde dich gern bei mir. Ich erzähle dir, wie ich vorsichtig gestartet bin – ohne Druck, ohne Zielvorgaben.
Was, wenn ich keine Badewanne habe oder nicht weiß, wo ich anfangen soll?
Es gibt inzwischen professionelle Bader, die das anbieten. Ich habe selbst unterschiedliche Erfahrungen gemacht und kann ehrlich sagen: Nicht jeder, der sich „Bader“ nennt, ist automatisch empfehlenswert.
Grundsätzlich kann ich den Verein von Patrick sehr empfehlen. Darüber hinaus gibt es auch im Ausland gute Orte – zum Beispiel auf Koh Phangan in Thailand, wo es einen sehr stimmigen Bade-Spot gibt.
Am Ende gibt es kein „richtig“ oder „falsch“. Wenn du verstanden hast, wie das Prinzip funktioniert, kannst du auch zu Hause baden – in deiner eigenen Wanne oder einer, die du dir anschaffst oder Fußbäder machen.
Das Tool „Baden“ ist aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken.
Warum teilst du das öffentlich – und was lieber persönlich?
Ich teile meine Erfahrung, weil ich selbst lange geglaubt habe, dass sich nichts mehr verändern kann.
Manche Details teile ich bewusst nicht öffentlich, weil sie schnell missverstanden werden oder sehr individuell sind.
Wenn du ernsthaft betroffen bist: Ruf mich gern an oder schreib mir. Ich lerne dich gern kennen und teile meine Erfahrungen lieber persönlich und respektvoll.
Sei Teil der Reise!
Ich freue mich dich kennenzulernen
Melde dich gerne um hilfreiche Tipps zu kleinen Siegen im Alltag zu lernen. Lass dich inspirieren und finde deinen eigenen Weg zu mehr Lebensqualität!
