Ende April bis Anfang Mai letzten Jahres war ich insgesamt zwei Wochen in Thailand. In dieser Zeit durfte ich etwas erleben, das mich bis heute tief begleitet. An sechs Tagen davon war ich jeweils zwölf Stunden baden, jeden Morgen ab 8 Uhr.
Das Klima in Thailand spielte für mich eine ganz entscheidende Rolle. Während meines Aufenthalts hatte ich zwei Wochen lang keinerlei Schmerzen. Zudem konnte ich mich mit meiner Spastik deutlich besser bewegen – mein Körper war spürbar weniger steif, alles fühlte sich freier an.
Nach meiner Rückkehr nach Deutschland waren die Schmerzen zwar wieder da, jedoch nicht mehr so stark wie zuvor. Dieser Unterschied hat mir sehr klar gezeigt, wie wohltuend mir das Klima in Thailand getan hat.
Das Badehaus von Gunther und Melanie befindet sich auf Koh Phangan, auf einer besonderen Rosenquarzinsel. Gunther ist Meerwasser-Experte, und das merkt man in jedem Detail der Badeerfahrung. Die blauen Pools waren außergewöhnlich sauber – so sauber, wie ich es noch nie erlebt habe. Ein absolutes Highlight war außerdem, dass ein Pool innerhalb von fünf Minuten komplett mit frischem Wasser befüllt werden kann.
Vor jedem Bad wurde ich ausgeräuchert, was ich als sehr angenehm und unterstützend empfand. Beim Hinzufügen des Badepulvers in den Pool wurde immer eine Vision hineingegeben – eine innere Ausrichtung dafür, was das Wasser mich in den kommenden zwölf Stunden begleiten sollte. Diese Rituale machten das Baden für mich besonders intensiv und wohltuend.
Ich habe oft alleine gebadet, umgeben von Kokospalmen. Direkt daneben konnte ich sogar eine Affenshow erleben – ein absolutes Highlight. So etwas hatte ich in meinem Leben noch nie gesehen. Auch wenn mir keine Kokosnuss in den Pool gefallen ist, war dieses Erlebnis unvergesslich.
Abends, wenn es schnell dunkel wurde, entstand eine ganz besondere Atmosphäre. Es gab eine wunderschöne, technisch erzeugte Mondshow, die den Tag ruhig ausklingen ließ. Auch das Essen war hervorragend – frisch, liebevoll zubereitet, und es wurde sogar extra darauf geachtet, dass ich veganen Kakao trinken konnte.
Ein weiteres Highlight war die sogenannte „Tee-Polizei“ Aye ☕ – liebevoll, aufmerksam und mit einem Augenzwinkern wurde immer darauf geachtet, dass man gut versorgt ist. Diese kleinen Gesten haben viel zur entspannten, herzlichen Atmosphäre beigetragen.
Gunther und Melanie haben sich in einer Weise um mich gekümmert, die man kaum in Worte fassen kann. Alles wurde organisiert: die Abholung vom Flughafen, das Taxi, Unterstützung bei der Unterkunft – ich musste mich um nichts kümmern. Ich wurde sogar eingeladen und habe lediglich eine Spende gegeben. Das ist alles andere als selbstverständlich.
Ich wurde außerdem zur Geburtstagsfeier von Melanie und Gunther eingeladen, die in einer traumhaften Villa stattfand. Dort fühlte ich mich wie Teil einer Gemeinschaft. Ich wurde nie allein gelassen, der Raum wurde gehalten. Gunther begleitete mich häufig in meinen Prozessen, sogar aus seiner Hängematte heraus. Ein besonders wohltuender Moment war ein Nackenkissen, das mir sehr gutgetan hat.
Vor Ort gab es außerdem den Bademeister Marvin sowie einen Schamanen, der mich achtsam durch meine Prozesse begleitet hat. Ich bin sogar das erste Mal auf einem Roller mitgefahren – und konnte dabei mit meinem rechten Fuß aufsteigen, ohne es bewusst zu merken. Das war vorher nie möglich und für mich eines der größten Highlights dieser Reise.
Es gab ein Trampolin, gemeinsames Kokosnüsse-essen, viel Lachen, Herzlichkeit und pure Lebensfreude. Gunther und Melanie haben mich mit ihrer offenen, lebensbejahenden Art unglaublich bereichert und unterstützt. Es ist schwer zu glauben, dass es solche Menschen wirklich gibt.
Wer Fragen zu diesem besonderen Ort oder den Erfahrungen hat, kann sich freiwillig auf der Website
www.selbst-ausbaden.de informieren. Es ist keine Pflicht, Kontakt aufzunehmen.
Falls man sich meldet, ist es hilfreich, den eigenen Namen zu nennen und zu sagen, woher man die Information bekommen hat.
Diese Zeit in Thailand war für mich Erholung pur – ein Erlebnis, das man kaum vollständig in Worte fassen kann, das aber für immer in meinem Herzen bleibt. 🌴
